Kritik am PHM
Sitzung am 24.02. um 14:00 in A320

Im Februar findet eine Strategiesitzung zu unserem geliebten Master statt. Hier können wir Punkte sammeln, die es Wert sind dort angesprochen zu werden. Ich nenne das mal nicht Resolution…

Rahmenbedingungen:

  • Verhältnismäßigkeit (von Teilmodulen) sicherstellen (bspw. Leistungspunktevergabe Hist. Lernen vs. Gesch darstellen)
  • Veranstaltungen für alle öffnen! (wo notwendig beschränkte Platzzahl mit Vorrang für PHMs)
  • Vertiefungsmöglichkeiten (Wahlpflicht?) gewähren/einführen
  • Teilnahme an fachwissenschaftlichen Veranstaltungen am FMI ermöglichen und anerkennen
  • Informationsveranstaltungen zum Praktikum und zur Masterarbeit mit ausreichend Vorlauf
  • persönliche Auswahlgespräche statt NC!!

Masterarbeit:

  • Wer steht für die Betreuung der Masterarbeit zur Verfügung? Nur die ProfessorInnen Nolte, Etges und Beier-de Haan (und Siebenhaar)? Oder auch Lücke und Kollmeier?

Inhalt:

  • Praxiseinbezug statt nur -bezug! (Warum nicht Fragebögen erstellen und benutzen anstatt nur zu besprechen? Warum nicht selbst eine Pressemitteilung verfassen anstatt nur den Mediendiskurs zu untersuchen?)
  • Gäste sinnvoll in die Veranstaltungen einbeziehen. (bspw. Ausstellung schrittweise über das Semester konzipieren und entsprechende Schritte mit Fachleuten diskutieren)
  • "Runter von den Elfenbeintürmen!", "Raus aus dem Seminarraum!" Theoretisches Wissen im konkreten Anwendungsfall umsetzungsorientiert erschließen und dadurch praxisnahe Kompetenzen schulen
  • Exkursionen nur mit ausreichend Zeit und konkreten inhaltlichen Bezügen durchführen
  • nationale/eurozentristische Schwerpunkte aufbrechen

Seminararbeiten/ Modulleistungen:

  • Verhältnismäßigkeit von bearbeiteten Seminarinhalten und erbrachten bzw. erwarteten Modulleistungen (Benotung) überdenken, z. B.:
    • wenn eine Rezension ausdrücklich im Stil einer solchen geschrieben werden soll (was im Seminar nicht eingeübt wurde) und dennoch nach den Gesichtspunkten einer Hausarbeit bewertet wird
    • wenn die Bewertung der Seminararbeiten von Analyseinstrumenten/ Methoden abhängig gemacht wird, die nachweislich fehlen und deswegen nicht im Seminar erprobt wurden und eine kohärente Umsetzung dieser dennoch als Leistungsergebnis erwartet wird
    • gemeinsame Leistungen bitte auch als solche werten - keine Benotungsunterschiede bei Teamarbeit

(konkrete) Umsetzungsvorschläge:

  • Erfahrbare Praxis z.B. durch ein Projektmodul (zweisemestrig), in dem tatsächlich am Ende eine gemeinsam entwickelte Ausstellung, Publikation, Medienbeitrag etc. steht
  • alternativ: statt eines Pflichtpraktikums in den Semester"ferien" ein Praxissemester (2. Semester) einführen und dem Austausch darüber in der darauffolgenden Veranstaltung "Geschichte in der Praxis" Raum geben. So kann mit den Gästen und dem Dozenten aus einer selbst erfahrenen Praxisperspektive diskutiert werden und noch offene Fragen in die Runde gegeben werden.
  • Weniger oberflächliches, bachelor-gleiches Abarbeiten von Seminarthemen z.B. durch exemplarisches Lernen in einem offenen Seminarplan. D.h. nicht 16 Themen in 16 Sitzungen durchhetzen, sondern ein pool relevanter Themenfelder aufstellen, die jeweils so lange behandelt werden, bis die "Klasse" und der/die Dozent/in sich ausreichend ausgetauscht haben. Erst dann zum nächsten Thema wechseln
  • Individuelle Profilbildung erlauben z.B. indem man
    • … zum einen den Umfang an Zusatzqualifikationserwerbungen bestimmt (z.B. 18 credits), es aber jedem/r selbst überlassen ist, welche Kurse er/sie belegt. So kann entsprechend den jeweiligen Vorkenntnissen Powerpoint oder Photoshop durch einen anderen, "sinnvolleren" Kurs ersetzt werden
    • … zum anderen Seminare mit klassischer inhaltlichen Ausrichtungen als Wahlpflicht zu kennzeichnen. Dadurch "muss" ein Nordamerika oder Mittelalter Interessierter nicht deutsche Nationalgeschichte durchgehen, nur weil dies zufällig die Ausrichtung des für den PHM Studiengang eingeladenen Dozenten ist
    • Die anderen Module, allen voran diejenigen, die spezielle Public-History-Skills vermitteln und/oder sich über mehrere Semester erstrecken (Didaktikmodul, Projektmodul etc.pp.), können dann wieder im relativ geschlossenen Klassenverbund absolviert werden
  • unbedingt Dozenten aus unterschiedlichen Fachrichtungen verpflichten (interdisziplinär), z. B. Medien-, und Literaturwissenschaft, Ethnologie,…, um so eine wirkliche Methodenvielfalt vermitteln zu können, bei
    • dem interdisziplinären wissenschaftlichen Arbeiten (z. B. Medien-, Filmanalyse; Bewertung von Oral History,…)
    • der Vernetzung zwischen den Modulen (z. B. literaturwissenschaftl. Methoden der Ausstellungskritik als Bindeglied zw. Didaktik und Repräsentation von Geschichte)
    • dem Ausbilden praxisnaher Kompetenzen (z. B. bessere Zielgruppenbestimmung für PH-Produkte durch konkrete Rückbindung an kulturwissenschaftl. Konzepte/ Kulturgeschichte)
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