Quo Vadis PHM?

Liebe jetzige und ehemalige Studierende,

Ich habe im ersten Jahrgang Public History an der FU studiert und bin mittlerweile Doktorand am ZZF. Von hier aus beobachte ich mit Interesse auch, was sich am FMI und besonders im Public History Master tut.

Viele spannende Projekte sind in den letzten Jahren realisiert worden. Das ist dem Engagement, der Kreativität und der investierten Zeit sowohl der Studierenden als auch der Lehrenden und Koordinatoren zuzuschreiben.

Als ich angefangen habe den Master zu studieren, gab es noch drei Koordinatoren. Hanno Hochmuth, Christine Gundermann und Irmgard Zündorf standen uns stets mit Rat und Tat zur Seite. Darüber hinaus gab es eine Hilfskraft und auch Paul Nolte hatte stets ein offenes Ohr für uns.

Die derzeitige Personalentwicklung des Public History Masters macht mir dagegen ein wenig Sorge.

Paul Nolte ist, nachdem er bereits in Chapel Hill war, für ein Jahr in München.
Martin Sabrow ist an der HU. Aus der Professorenriege bleibt nur Martin Lücke, der zum PHM kam, wie die Jungfrau zum Kind, und eigentlich seine zahlreichen Lehramtsstudierenden betreuen muss…
Inwiefern Christiane Kuller die Professorenabstinenz ausgleichen kann, kann ich nicht beurteilen.

Christine Gundermann hat ihre Dissertation abgeschlossen und ihr Vertrag zur Koordination des Studiengangs wurde nicht verlängert. Hanno Hochmuth ist mittlerweile am ZZF (bzw. derzeit für ein Semester ebenfalls in Chapel Hill). Irmgard Zündorf sitzt auch am ZZF und nur ein Bruchteil ihrer Stelle hier ist für die Betreuung des PHM angesetzt - ihr Zeitbudget wäre eigentlich schon durch die "Geschichte in der Praxis"-Veranstaltung ausgereizt.
Schließlich ist derzeit nicht einmal die Hilfskraftstelle besetzt und befindet sich in der Ausschreibung.

Alles in allem sieht dies für mich als (halb) Aussenstehenden nicht besonders gut aus. Gerade weil ich die Erfahrung gemacht habe, das wir und unsere Projektideen sehr Betreuungsintensiv waren.

Es ist natürlich eine Utopie, jedoch haben es Heidelberg und Köln bereits vorgemacht und eigene (befristete) Professuren für Public History ausgeschrieben bzw. besetzt.

Ich denke nicht, das der ganze Master hier gerade vor die Wand gefahren wird, aber sein Potential, kann er so wie es derzeit aussieht nicht entfalten. (Ich denke hier an intensive Projekt- und Praktikumsbetreuung, Exkursionen und ganz wesentlich auch eine (Grundlagen-)Forschung zur Public History, die in einer Graduate-School und einer Professur geleistet werden könnte. Nicht zu schweigen von einer zentralen Stelle zur Einwerbung von (Dritt-)Mitteln).

Wie seht ihr das? und was könntet ihr euch vorstellen zu machen? Welche Sorgen und Nöte bereitet euch die derzeitige Situation? Können/Sollen Martin Lücke und Irmgard Zündorf + Hilfskraft das allein bewältigen?

Gerne würde ich auch die Meinung der Studiengangsleitung erfahren. Eine Mail an diese würde ich jedoch gerne erst dann verfassen, wenn wir hier ein Stimmungsbild geschaffen haben.

Bitte fühlt euch frei hier unten eure Kommentare einzufügen:

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